Zahnprobleme verursachen häufig starke Schmerzen und können ein Pferd so massiv stören, dass es nicht mehr vernünftig fressen will oder gar unreitbar wird. Einhergehende Fehlbelastungen des Kiefergelenks können sich außerdem auf die Muskulatur des Pferdes auswirken und weitreichende Folgen nach sich ziehen (siehe Navigationspunkt Osteotherapie).

Beides kann sich gerade bei älteren Pferden schnell auf den allgemeinen Gesundheitszustand auswirken und die Lebensdauer verkürzen.

Junge Pferde sollten spätestens vor der Gewöhnung an das Gebiss untersucht werden, da Zahnprobleme das Anreiten erschweren können.

Was benötigt man für eine Zahnbehandlung?

  • gültige Tetanusimpfung des Pferdes
  • Equidenpass, wenn vorhanden Zahnpass
  • ausreichend Platz in ruhiger Umgebung für Pferd und Tierarzt, eine Box reicht aus
  • Stromanschluss
  • ein Balken in mindestens 2,50 m Höhe zur Befestigung des Dentalhalfters
  • handwarmes Wasser zum Ausspülen des Maules
  • etwa zwei Stunden vor der Behandlung sollte das Pferd nichts mehr zu fressen bekommen
  • Maulkorb oder ausgeräumte Box, damit das Pferd nach der Sedierung etwa zwei Stunden lang nicht fressen kann (Gefahr einer Schlundverstopfung und möglichen Kolik)